Branchenstudie

Baubranche: Optimistische Umsatzerwartungen 2023 - Lage bleibt angespannt

Wie blicken die Akteure der Baubranche in dieser Situation in die Zukunft? Erstaunlich optimistisch, wie die aktuelle Untersuchung von BauInfoConsult unter über 600 Bauakteuren zeigt.

Bild: BauInfoConsult
Bild: BauInfoConsult

Das Düsseldorfer Marktforschungsunternehmen BauInfoConsult hat in den Erhebungen für die neue Branchenstudie Jahresanalyse 600 Architekturbüros, Bauunternehmen, Dachhandwerks- Maler- und Trockenbau- und SHK-Betriebe sowie 66 Kernakteure der Industrie für Bau- und Installationsprodukte zu ihren Umsatzerwartungen für 2023 befragt. Die dabei unterm Strich erkennbare positive Grundtendenz variiert jedoch zwischen den Zielgruppen erheblich.

Laut der Befragung gehen 62 % der Architekturbüros und Bauhandwerksfirmen von einem (größtenteils moderaten) Anstieg ihres Unternehmensumsatzes im Jahr 2023 aus. Jeder dritte Bauakteur erwartet, sich gegenüber 2022 nicht wesentlich zu verbessern oder zu verschlechtern. Doch es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Zielgruppen, die von sehr verschiedenen Grundvoraussetzungen ausgehen.

Ein genauer Blick zeigt, dass gerade die klassischen Bauhandwerks-Zielgruppen immer noch von Aufträgen aus der Pipeline der Vorjahre und Neuaufträgen aus dem Bestandsbau zehren. Bei den Bauunternehmen wiegt der Neubaueinbruch bereits stärker. Die vor allem von neuen Planungsaufträgen für den Neubau abhängigen Architekturfirmen müssen ihre Umsatzerwartungen für das laufende Jahr sogar recht stark nach unten korrigieren – und auch die von dem höhere Materialmengen benötigenden Neubau abhängigen Hersteller äußern besonders deutliche Verlusterwartungen.

Betrug das Umsatz-Saldo der Hersteller aus negativen und positiven Umsatzergebnissen 2022 noch den soliden Wert von 61, wirkt der aktuelle Wert (Saldo von 9 in den Erwartungen an 2023) besonders eindrücklich. Der Pessimismus der Baustoffproduzenten könnte sich aber wohl hoffentlich im Nachhinein als zu groß erweisen – darauf lässt die wesentlich robustere Haltung der meisten Bauakteursgruppen in der zur Jahresmitte 2023 abgeschlossenen Erhebung ja hoffen.

Modernisierung und Sanierung prägen das Baugeschehen stärker

Dabei zeigen weitere Ergebnisse der Studie, dass infolge der Krise im Neubau für neun von zehn Befragten aus dem Bauhauptgewerbe aktuell die Modernisierung und Sanierung für das eigene Projektvolumen immer wichtiger wird. Auch die Folgen der Gas- und Energiekostenkrise im vergangenen Jahr hat durchaus Spuren auf dem Markt hinterlassen, die sich nach Beobachtung von vier Fünfteln der Architekturbüros und Bauhandwerksfirmen gerade im gewerblich geprägten Mehrgeschossbau in einer verstärkten Nachfrage für energetische Sanierungen in diesem Segment niederschlägt.

Hintergrund: BauInfoConsult Jahresanalyse

Die hier vorgestellten Ergebnisse entstammen der „Jahresanalyse Deutschland 2023/2024“ von BauInfoConsult, die zweibändige umfassende Baukonjunktur- und Bautrendstudie von BauInfoConsult zu den aktuellen Entwicklungen in der Bau- und Installationsbranche in Deutschland. Auf Grundlage von eigener Marktforschung, Prognosemethodik und Desk Research werden Trends und Entwicklungen aus der Branche übersichtlich aufbereitet.

Die vollständige Jahresanalyse wird im August 2023 zum Preis von 950 € zzgl. MwSt. von BauInfoConsult in 2 Teilbänden veröffentlicht und durch ergänzende Power BI-Dashboards digital erweitert. Die Studie berücksichtigt unter anderem die folgenden Themen:

  • Trends am Bau 2023 und 2024
  • Top-Nachfragetrends in der Bau- und Installationsbranche bis 2026
  • Lieferungen, Materialpreise und Fehlerkosten: Entwicklungstrends
  • Fachkräftemangel am Bau und die Mittel dagegen
  • Baumaterialien und Bauweisen
  • Servicetrends: Erwartungen an Hersteller & Händler
  • Bauprognose 2024 mit regionalem Ausblick
  • Baustoffbranche: Marketingtrends und Marketingbudget
  • uvm.
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