MeasureNet - Gemeinsame Offensive mittelständischer Messdienstleister
„Wir wollen das nicht kommentieren, ziehen daraus jedoch die Konsequenz, unser eigenes Leistungspaket auch in der Fachöffentlichkeit stärker zu thematisieren“, erklärt dazu die MeasureNet-Kooperation. Während der jüngsten Jahresversammlung, die Ende Mai 2014 in Eisenach stattfand, zeigten sich die Vertreter der in der bundesweiten Gemeinschaft organisierten unabhängigen mittelständischen Messdienste deshalb u. a. darin einig, die Kommunikation zu intensivieren.
Wie es heißt, gehören dem 2009 auf Initiative des Industriepartners Qundis gegründeten Netzwerk derzeit rund 80 Unternehmen an. Damit sei das Ziel einer Flächendeckung in Deutschland fast erreicht. Einer Schätzung zufolge betreuen die Mitglieder insgesamt rund 1,5 Mio. Wohneinheiten.
Wie Beirat Georg Eutermoser, Chef eines auf Energieabrechnungssysteme spezialisierten Betriebes im bayerischen Stephanskirchen, betont, bildet ein „strikter Qualitätskurs“ die gemeinsame Basis. Das gehe schon aus dem „MeasureNet-Kodex“ hervor. Darin verpflichten sich die Firmen „zu einem fairen und transparenten Wettbewerb“ und dazu, ihre Leistungen „nach den anerkannten Regeln der Technik in qualitativ hochwertiger Weise und unter Einsatz moderner Mess-, Regel- und Kommunikationstechnik“ durchzuführen.
Wie ernst man die Prinzipien in der Praxis nehme, dokumentiere nicht zuletzt ein in der Branche „bisher einzigartiges Projekt“. Danach können die Mitglieder im Rahmen eines dreistufigen Prozesses durch das neutrale Wärmetechnische Institut Mannheim (wti) das exklusive Siegel „Zertifizierte Messdienst Qualität“ erhalten.
Für Prof. Dr.-Ing. Stefan Faulhaber, den Leiter der staatlich anerkannten Prüf- und Zulassungsstelle für Heizkostenverteiler, resultiert daraus für die Kunden eine „verbriefte Sicherheit“ primär im Hinblick auf exakte Verbrauchsmessungen und korrekte, rechtssichere Abrechnungen. Den zertifizierten Betrieben selbst bringe das einen „eindeutigen Wettbewerbsvorsprung“.
Auch neue Themen im Griff
Überhaupt gibt es laut Eutermoser etwa für Immobilien- und Wohnungsgesellschaften sowie Hausverwaltungen „eine Reihe plausibler Argumente“, um kleinere, lokal tätige Unternehmen zu beauftragen. Gerade deren „Vor-Ort“-Präsenz bewirke konkrete Praxisvorteile. So sorge sie für die nötige Individualität und Flexibilität – „unsere Kunden landen nicht in einem anonymen Call-Center“ – sowie für die fundierte Kenntnis der jeweiligen Marktsituation. Darüber hinaus stärkten Arbeitsplätze und Wertschöpfung die regionale Wirtschaftskraft. „Diese Kriterien spielen eine immer wichtigere Rolle“, unterstreicht der MeasureNet-Repräsentant.
Ohnehin sei es mit dem „schlichten Ablesen“ von Heiz- und Warmwassergeräten nicht getan. Neue Themen wie Funktechnologien, Energieausweise und -management, Legionellenprüfungen und Rauchwarnmelder rückten stets mehr in den Fokus. Dadurch stiegen die Anforderungen an die professionelle Beratung, Ausführung und Betreuung erheblich. Auch hier schlage der „umfassende Komplettservice“ versierter Fachbetriebe positiv zu Buche. Die Online-Datenbank www.measurenet.de ermögliche eine schnelle und bequeme Adressrecherche.














