Luftschleiertechnik der Generation 4.0

Die Geburtsstunde der horizontal ausgerichteten Luftschleiertechnik fand vor 30 Jahren statt, als der Schwelmer Dipl.-Ing. Georg Robert Falk seine Erkenntnisse unter dem Titel „Schiebetürvorrichtung mit Luftschleiereinrichtung“ beim Deutschen Patentamt anmeldete.

Symbolfoto: bierwirm/stock.adobe.com
Symbolfoto: bierwirm/stock.adobe.com

Die Idee des physikalischen Prinzips der Klimatrennung von Innen- und Außenbereichen, Warmraumbereichen sowie Kühl- und Kältekammern stammt von ihm. 1988 wurde bereits das erste von ihm entwickelte System im Eingangsbereich eines COOP-Lebensmittelgeschäftes in Burghausen (Bayern) in Betrieb genommen.

Heute sind europaweit die von Falk entwickelten Systeme im Einsatz. Unter Produktbezeichnungen wie AirGate, R-Gate, UP-Gate und Geräte von MTK werden sie verkauft. Dem Ingenieur ist es gelungen Mithilfe von Kooperationen mit Wissenschaftlern und Fachleuten auf dem Gebiet der Bauphysik sowie der Klima- und Strömungstechnik, herkömmliche Türluftschleier- und Kälteschleier-Systeme noch filigraner, kompakter, energieeffizienter und kostengünstiger zu machen.

Technologie bedient Bedürfnisse gegenwärtiger Anforderungen

Nach 30-jähriger Entwicklungsarbeit kommt demnächst seine Luftschleiertechnik der Generation 4.0 auf den Markt. Unter dem Aspekt des Baumusters, des Wirkungsgrades und des reduzierten Einsatzes bei den Kosten für die Herstellung und den Betrieb soll es Falk zufolge alles Bisherige in den Schatten stellen. Luftschleiertechnik der Generation 4.0 weist auch auf die Wirkungsweise und Nachhaltigkeit der Komponenten hin, die die Bedürfnisse gegenwärtiger und künftiger Anforderungen bedienen.

Bereits während seines Studiums erkannte Falk das Problem des unkontrollierten Klimaaustausches bei Gebäudeöffnungen als Herausforderung zur Bewältigung von Energie- und Klimaschutz-Fragen. Dabei legte er den Grundstein für seine Kühl- und Kälteschleier-Technologie. Die kühltechnische Behandlung, der Transport und die Lagerung von Frischeprodukten, Speiseeis, Tiefkühlkost und Gefriergut gehören dazu.

Mit dem Konzept „Kühlraum-Technik der Zukunft“ beschritt Falk zukunftsweisende Wege. Im Inneren eines jeden Kühlraums bzw. einer Kältekammer gelingt es ihm, einen geschlossenen und einen nach außen hin weitgehend abgeschirmten Kältekreislauf zu schaffen.

Vermeidung von Störfällen und Energiereduzierung

Das System für stationäre wie mobile Kühlräume und Kältekammern trägt nicht nur zur Sicherung der Kühlketten bei Frischeprodukten, Kühl- und Tiefkühlkost, sondern auch zur Vermeidung von Störfällen und zur Energiereduzierung bei. Die entwickelten Technologien sind für den Einsatz in Kühlhäusern, kleinen Kühlkammern und Kühlzellen vorgesehen. Es geht um die Vermeidung von Störfaktoren mit dem Ziel der Einsparung des Energieverbrauches und der Minderung von CO2-Emissionen.

Nahezu alle Kühlhäuser, Kühl- und Kältekammern, Kühlkoffer, Kühlcontainer, Kühl- oder Kälteboxen kämpfen mit dem Problem der unkontrollierten Vereisung an Decken, Wänden, Verdampfern, Geh- und Fahrwegen, Toren, Türen und an der eingelagerten Ware selbst.

Vereisungen führen zu Betriebsstörungen, verursachen einen erhöhten Energieverbrauch und begünstigen Unfallrisiken mit Personen- und Sachschäden. Darüber hinaus verursachen sie zusätzliche Kosten für den Betrieb, die Wartung und Reparaturmaßnahmen. Auch im Hinblick auf die Sicherung der Kühlkette stellen Störfälle durch Vereisung ein Problem dar.

Herkömmliche Verdampfer saugen die erwärmte Innenraumluft an, die durch unerwünschte Wärmequellen im Kühlraum entsteht. Sie ziehen zudem auch die warme Außenluft ins Kühlrauminnere, die während des Ladevorgangs durch die geöffneten Tore einströmt.

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