Gewerbegas veröffentlicht Ratgeber
Die Publikation zeigt anhand eines realen Beispiels, wie sich die Installation eines solchen Heizsystems in einem neuen Hallengebäude wirtschaftlich auswirkt. Darüber hinaus thematisiert das Werk die Investitions-, Kapital- und Jahresgesamtkosten, die mit dem Betrieb der jeweiligen Hallenheizung verbunden sind.
Spezifischer Wärmebedarf bei Hallengebäuden
Das Handbuch dient Gewerbetreibenden, Planern und Architekten sowie den Mitarbeitern von Energieversorgungsunternehmen als wertvolle Grundlage für Planung oder Beratung.
Die Gewerbebranchen sind heterogen. Ihre Ansprüche an eine effiziente Versorgung mit Wärme unterscheiden sich jedoch – dies gilt vor allem für Hallengebäude. Die verschiedenen Bereiche der Halle weisen häufig, je nachdem, ob dort zum Beispiel Menschen arbeiten oder ob Waren gelagert werden, einen spezifischen Wärmebedarf auf.
Für Produktions-, Lager- oder auch Sporthallen gehören Strahlungsheizungen zur betriebswirtschaftlich sinnvollsten Art der Wärmeerzeugung, vor allem wenn sie mit Erdgas betrieben werden. Hierzulande erfreuen sich diese Heizsysteme großer Beliebtheit.
Strahlungsheizungen kommen hauptsächlich in Hallen in Industrie und Gewerbe, bei denen die Gebäude über 100 Meter lang oder breit sein können, zum Einsatz. Dazu zählen auch Sport- und Veranstaltungshallen. Die Wärmeübertragung geschieht hier durch einen Strahlungsaustausch zwischen Oberflächen. Heißt: Nicht die Luft wird erwärmt, sondern Körper bzw. deren Oberflächen. Warmluftheizungen hingegen erwärmen die Luft im Raum über Gebläse.
Vier unterschiedliche Systeme
Bei Strahlungsheizungen entstehen keine eventuell unerwünschten Luftbewegungen. Die Aufheizzeiten sind kurz bis sehr kurz. Man unterscheidet zwischen vier Systemen: Fußbodenheizungen, Deckenstrahlplatten, Dunkelstrahler und Hellstrahler. Beim Erstgenannten werden die Rohre mit einem zentral erhitzten Wärmeträgermedium gespeist und geben die Energie als Strahlungswärme ab.
Wasserführende Rohre sind in Deckenstrahlplatten innerhalb der Wärmeleit- und Stahlbleche verbaut. Die Wärme wird zentral erzeugt und als Wärmestrahlung abgegeben. Es findet keine Erwärmung der Raumluft statt.
Hellstrahler geben ihre Wärme als Infrarotstrahlung ab. Ein Gemisch aus Brenngas und Luft wird dabei an einer Brennfläche nahezu flammenlos verbrannt. Die Brennfläche erwärmt sich dabei stark. Mit einer Infrarotstrahlung arbeiten auch Dunkelstrahler. Ein Brennstoff-Luft-Gemisch wird per Gebläse durch ein Stahlrohr geführt. Es wird dabei stark erwärmt und gibt die Wärmestrahlung in den Raum ab.
Das Handbuch "Erdgasbetriebene Strahlungsheizungen" kann auf der BDEW-Themenseite kostenfrei heruntergeladen werden: https://www.gewerbegas.info/erdgastechnik/strahlungsheizung














