Energiebedarf von Pelletheizungen mit Herstellerwerten korrekt berechnen
Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e. V. (DEPV) hat daher seine im Dezember 2013 erstmals publizierte Liste der individuellen energetischen Kennwerte von Pelletfeuerungen für die Berechnung des Heizenergiebedarfs nach DIN 4701-10 aktualisiert. Die überarbeitete Fassung enthält die Angaben für 167 Pelletkessel und wasserführende Pelletkaminöfen der wichtigsten Hersteller, darunter über 60 neue Geräte.
Der DEPV weist Energieberater, Planer und Installateure darauf hin, dass bei der gängigen Berechnung des Heizenergiebedarfs nach der Norm DIN V 4701-10 moderne Pelletheizungen deutlich zu schlecht bewertet werden, wenn mit den darin angegebenen Standardwerten anstatt mit den vorliegenden Herstellerkennwerten gerechnet wird. Die Standardkennwerte sind veraltet und entsprechen nicht mehr der Energieeffizienz heutiger Pelletheizungen. Gegenüber dem nur bei 80 % liegenden Standardwert für den Wirkungsgrad liegen die heutigen individuellen Wirkungsgrade zwischen 90 und 98,5 % – bei Brennwertkesseln sogar bei über 100 %. Auch die Standardwerte für den Hilfsenergiebedarf sind um ein Mehrfaches höher als die aktuellen Herstellerangaben und verzerren die Realität.
Als Resultat ergibt sich mit Standardwerten für Pelletheizungen ein deutlich zu hoher Endenergiebedarf- und Pelletverbrauch. Bleibt der Pufferspeicher unberücksichtigt, wird insgesamt ein bis zu 50 % zu hoher Heizenergiebedarf errechnet. Bei einem durchschnittlichen Wohnhaus kann dies einen – falsch berechneten – zusätzlichen Pelletbedarf von bis zu 3 t/a ausmachen. Pelletheizungen erscheinen dann in vielen Fällen unwirtschaftlich, obwohl diese Anlagen in der Regel wirtschaftlich betrieben werden können – wie eine Berechnung mit den korrekten Herstellerkennwerten zeigt.
Die Liste der Herstellerkennwerte nach DIN V 4701-10 für Pelletfeuerungen kann auf der Webseite
www.depv.de/de/holzpellets/pelletheizsysteme/energetische_kennwerte kostenlos abgerufen werden.














