Strom und Wärme im Eigenheim: Stadtwerke Homburg setzen auf Brennstoffzelle

Mit dem Ziel einer hocheffizienten Energieversorgung vor Ort nahmen die Stadtwerke Homburg Anfang September ein Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) für ein Einfamilienhaus in Betrieb. Der Entscheidung, die zukunftsträchtige Technologie zur lokalen Energieversorgung einzusetzen, ging ein mehrjähriger Praxis-Dauertest mit BZ-Heizgeräten im Vollastbetrieb der Stadtwerke Homburg voraus. Das vom Hamburger Hersteller Baxi Innotech installierte BZH befindet sich in der letzten Testphase und wird 2015 in den Markt gehen.

Rückendeckung für die Brennstoffzelle: Die Stadtwerke Homburg, zusammen mit Familie Bossler, setzen auf das Brennstoffzellen-Heizgerät für die Strom- und Wärmeerzeugung im Eigenheim. Von links nach rechts: Wolfgang Ast, Geschäftsführer Stadtwerke Homburg, Friedrich und Julia Bossler und Guido Gummert, Geschäftsführer Baxi Innotech GmbH.
Rückendeckung für die Brennstoffzelle: Die Stadtwerke Homburg, zusammen mit Familie Bossler, setzen auf das Brennstoffzellen-Heizgerät für die Strom- und Wärmeerzeugung im Eigenheim. Von links nach rechts: Wolfgang Ast, Geschäftsführer Stadtwerke Homburg, Friedrich und Julia Bossler und Guido Gummert, Geschäftsführer Baxi Innotech GmbH.

Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral – lautet eine Kernaussage, wenn es um die Energiewende geht. Neben den erneuerbaren Energien und intelligenten Speicherkonzepten hat die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom, ein großes Potenzial. Was bislang bereits mit Blockheizkraftwerken für den größeren Bedarf erzeugt wird, findet nun auch mit einem BZH in Ein- und Zweifamilienhäusern statt.

Rund 1.000 Anlagen werden erprobt

Innerhalb des von der EU geförderten Projekts sollen rund 1.000 Anlagen in Wohngebäuden in zwölf EU-Mitgliedstaaten erprobt werden. Die Anlage in Homburg ist eine der ersten zwei deutschen Geräte im Rahmen des europäischen Feldtests.

Projektpartner der Stadtwerke Homburg ist die Baxi Innotech GmbH aus Hamburg. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Guido Gummert, kam zur Inbetriebnahme des Feldtestgeräts von Hamburg nach Homburg. „Energie ist inzwischen ein kostbares Gut. Ein Brennstoffzellen-Heizgerät sorgt dafür, möglichst effizient damit umzugehen. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von 96 Prozent gilt diese bedarfsgerechte Art der Vor-Ort-Versorgung mittlerweile als hocheffizient. Sie schneidet im Vergleich zu allen anderen bekannten Heizungstechnologien am besten ab“, äußert sich der passionierte Diplom-Ingenieur, „wir sind inzwischen beim technischen Feinschliff der Komponenten. Die Markteinführung wird 2015 sein“.

Familie Bossler im Homburger Ortsteil Jägersburg zählt nun zu den Pionieren in Deutschland: In ihrem Keller steht jetzt das mit Brennstoffzellen betriebene Heizgerät.

Die Stadtwerke haben bereits Brennstoffzellen in ihren eigenen technischen Anlagen erfolgreich installiert und getestet. „Mit dem Test im Einfamilienhaushalt gewinnen wir wertvolle Erfahrungen. Denkbar ist, dass wir Bau und Betrieb von Brennstoffzellen-Heizgeräten, in Verbindung mit dem Handwerk, künftig unseren Kunden als neue Dienstleistung anbieten werden“, bewertet Wolfgang Ast, Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg, das Engagement der Stadtwerke.

 

 

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