Richtlinien

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Recht und Normen
Recht und Normen

VDI 2883 Bl. 1

Instandhaltung von PV-Anlagen – Grundlagen

veröffentl.: 01/2020

Diese Norm behandelt die Instandhaltung von netzgekoppelten PV-Anlagen. Sie gibt Hinweise zu Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Prüfung, Dokumentation und Ersatzteilhaltung.

Die Richtlinie gibt vor, welche Instandhaltungsmaßnahmen in Verbindung mit einem individuell ausgearbeiteten Instandhaltungskonzept ganzheitlich, sicher, wirtschaftlich und effektiv durchgeführt werden sollten.

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Vorrausetzungen zur Instandhaltung – Grundlagen; Instandhaltung; Fristen zur Wartung und Prüfung; Ersatzteile; Dokumentation der Instandhaltung; Personal und Qualifikation.

Die Anhänge A bis C enthalten: Beispiele für Montage- und Installationsfehler; mögliche Ursachen für Fehlermeldungen; Protokolle; Beispiele.

VDI 2883 Bl. 2 (Entwurf)

Instandhaltung von PV-Anlagen – Prüf- und -Messverfahren

veröffentl.: 12/2019

Dieser Normentwurf behandelt die Instandhaltung von netzgekoppelten PV-Anlagen. Er gibt Hinweise zu Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Prüfung, Dokumentation und Ersatzteilhaltung.

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Anwendungen und Auswahlkriterien für die Messmethoden; Messmethoden; Elektrolumineszenzverfahren; Wartungs- und Prüfzyklen.

Die Anhänge A und B enthalten: Checkliste „Erdungsmessung“ und I/U-Kennlinie sowie Ursachen für Minderleistungen von PV-Generatoren.

VDI 3814 Bl.4.2

Gebäudeautomation (GA) – Methoden und Arbeitsmittel für Planung, Ausführung und Übergabe – Bedarfsplanung, Planungsinhalte und Systemintegration

veröffentl.: 01/2019

Die Richtlinie gilt zeitlich über die gesamten Phasen im Lebenszyklus eines Gebäudes, insbesondere für die Lebenszyklusphasen Konzeption, Planung, Errichtung, Betrieb und Nutzung.

Sie unterstützt bei der Bedarfsermittlung/-planung, der Festlegung der Planungsinhalte und der zu erstellenden Unterlagen sowie bei der Systemintegration nach Bl.2.1 und 2.2

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Checkliste zur Bedarfsplanung, Betreiberkonzept; Lastenheft; Checkliste zur Planung der Gebäudeautomation; Systemintegrationstabelle.

VDI 2552 Bl. 10 (Entwurf)

Building Information Modelling – Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungspläne(BAP) – Prüf- und Messverfahren

veröffentl.: 01/2020

Dieser Normentwurf befasst sich mit den Prozessen rund um die Beschaffung und Lieferung von Daten und Informationen an Planungs- und Bauvorhaben, konkret mit AIA und BAP unter Berücksichtigung der Verwaltungsprozesse.

Er berücksichtigt nationale und internationale Standards und Spezifikationen sowie Best-Practice-Erfahrungen.

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Grundsätze der BIM-Methodik; Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA); BIM-Abwicklungsplan; Zusammenhang AIS/BAP im Gesamtprozess.

Der Anhang enthält Beispiele (BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle).

VDI 6036 (Entwurf)

Befestigung von Heizkörpern – Anforderungen für Planung und Bemessung

veröffentl.: 02/2020

Der Richtlinienentwurf gilt für die Auswahl und Bemessung von Konsolen bzw. Befestigungssystemen für die Boden- (Standkonsolen) und Wandbefestigung (Wand- und Bohrkonsolen) von Heizkörpern, die z. B. in Wohn-, Gewerbe- und Bürogebäuden installiert werden.

Es werden die Wirkprinzipien der Befestigungen erläutert und Anforderungsklassen definiert. Die zu berücksichtigenden einwirkenden Kräfte auf die Heizkörperbefestigung und der erforderliche Nachweis für deren Tragfähigkeit werden detailliert beschrieben.

Die Anhänge A bis G beinhalten: empfohlene Zuordnung der Anwendungsfälle zu Anforderungsklassen; Übersicht zu Einwirkungen und Sicherheitsfaktoren; Übersicht über die einwirkenden Kräfte; fünf Berechnungsbeispiele; Berechnungsbeispiele – Befestigungen bei verschiedenen „Wandaufbauten“; empfohlene Werte für anrechenbare Verschiebe- und Abzugskräfte bei üblichen Anschlusssituationen; Empfehlungen für Versuchsdurchführungen und -auswertung.

VDI 6210 Bl. 2

Abbruch von baulichen und technischen Anlagen – Arbeiten an technischen Anlagen

veröffentl.: 03/2020

Die Richtlinie gilt für das Planen, Durchführen und Nachbereiten von Abbruch und Rückbau, für das Ausbauen, Bereitstellen und Konditionieren sowie für das Umschlagen der dabei anfallenden Materialien und Abfälle.

Sie umfasst die Anforderungen, die an die anfallenden Materialien für ihre Wiederverwendung und die an Abfälle für deren Verwertung oder Beseitigung gestellt werden.

Sie gilt für die Demontage oder Austausch einzelner Komponenten der folgenden Anlagengruppen:

  • Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
  • Wärmeversorgungsanlagen
  • lufttechnische Anlagen
  • Starkstromanlagen
  • Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
  • Förderanlagen
  • nutzer-/produktionsspezifische Anlagen
  • Gebäude- und Anlagenautomation.

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Aufgaben derBeteiligten; Grundlagen und Rahmenbedingungen für Abbruch-/Demontageleistungen an technischen Anlagen; Ausführung der Abbruchleistungen; Dokumentation.

Der Anhang enthält Aussagen zu: Mindestanforderungen an eine Abbruchanweisung bei Arbeiten an baulichen und technischen Anlagen.

VDI/VDE 3514 Bl. 3 (Entwurf)

Gasfeuchtemessung – Kalibrierung und Messunsicherheit

veröffentl.: 02/2020;

Einsprüche bis 31.07.2020

Der Richtlinienentwurferläutert Begriffe und beschreibt gängige Verfahren zur Kalibrierung von Messmitteln in der Messung der Gasfeuchte. Er erhebt nicht den Anspruch, alle technisch verfügbaren Verfahren aufzuführen: Es erfolgt eine Beschränkung auf aktuell angewendete Kalibrierungsverfahren, die dem Stand der Technik entsprechen.

Inhaltlich werden behandelt: Begriffe; Rückführung und Zertifikate; Kalibrierungsverfahren; Mess- und Prüfmittel der Kalibrierung; Messunsicherheit.

Übersicht von Prof. (em.) Dr.-Ing. Achim Trogisch, Dresden

VDI 4223: Qualitätsgesicherte Überprüfung von Kühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern

Die neue VDI 4223 gibt eine detaillierte Darstellung der Anforderungen an Prüflaboratorien und Inspektionsstellen Typ A, die die mikrobiologische Untersuchung und Inspektionen von Kühltürmen, Kühlanlagen und Nassabscheidern betreiben. Die Richtlinie dient der Feststellung der Kompetenz der genannten Stellen, um die Qualität der geforderten Probenahmen und Laboruntersuchungen sowie der Inspektionen sicherzustellen. Sie legt zudem die Anforderungen an die Unparteilichkeit der prüfenden Stellen fest, zu der auch deren Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit gehören.

Neue Richtlinie VDI 4223 definiert Anforderungen an Stellen für Laboruntersuchungen und Inspektionen

Der sichere und hygienisch einwandfreie Betrieb von Kühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern ist von großer Bedeutung. Verunreinigungen können zu erheblichen Schäden führen und sind daher dringend zu vermeiden. Regelmäßige Beprobung und Überprüfung durch sachkundiges Personal ist unabdingbar, um den einwandfreien und ordnungsgemäßen Betrieb dieser Anlagen zu gewährleisten. Die Normen DIN EN ISO/IEC 17025 und 17020 beschreiben die allgemeinen Anforderungen an Prüflaboratorien und Inspektionsstellen Typ A, die sich dieser Aufgabe widmen, ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem betreiben und eine Akkreditierung für diese Tätigkeiten nachweisen müssen. Die neue VDI 4223 ergänzt und konkretisiert die Inhalte der beiden genannten DIN EN ISO/IEC-Normen und ermöglicht damit eine zuverlässige Standardisierung der Akkreditierung dieser Stellen.

Herausgeber der Richtlinie VDI 4223 „Qualitätssicherung – Anforderungen an Prüflaboratorien und Inspektionsstellen Typ A im Bereich des Immissionsschutzes: Kühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider“ ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Die Richtlinie erschien im März 2020 als Entwurf und kann zum Preis von EUR 74,30 beim Beuth Verlag bestellt werden. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de oder www.vdi.de/4223 möglich. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (krdl@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 31.05.2020. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden. (red) ■

BVF-Richtlinien: Fachgerechte Planung und Auslegung von Deckensystemen

Die zweite Broschüre der Richtlinienreihe Kühlen und Heizen mit Deckensystemen des BVF e. V. ist erschienen.

Bedingt durch die Vielfalt der Normen, energetischen Anforderungen und verfügbaren Systeme gibt es im Markt unterschiedliche Herangehensweisen der Hersteller und Akteure bei Planung und Auslegung. Der BVF hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne der Investoren und Nutzer der Räumlichkeiten den Weg zu korrekt dimensionierten Systemen aufzuzeigen, die eine sehr wirtschaftliche Lösung in Verbindung mit hoher thermischer Behaglichkeit ergeben. Nur so können sich diese Systeme weiter durchsetzen und somit eine ressourcensparende Kühl- und Heiztechnologie liefern, die zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) gibt mit dieser Richtlinie zur fachgerechten Planung und Auslegung ein herstellerneutrales und technologieübergreifendes Basiswerk heraus. Es richtet sich an Fachkundige und Interessierte, die sich mit der Planung und Auslegung einer Kühl- und Heizdecke in Wohn- und Nichtwohnbauten beschäftigen.

Um eine einwandfrei funktionierende Flächenheizung/-kühlung zu erhalten, ist eine detaillierte Planung erforderlich. Die Basis dafür sind die objektspezifischen Grundlagen, Normen und Richtlinien.

Der BVF empfiehlt, rechtzeitig ein Gespräch zur Koordination zwischen Architekt, TGA Planer, Heizungsbauer, Trockenbauer und ggf. anderen Beteiligten gemeinsam mit dem Bauherrn zu führen, um die Gesamtplanung und Ausführung abzustimmen.

Die Richtlinie 15.2 führt in praxisgerechten Schritten durch den Ablauf, beginnend mit der Heiz- und Kühllastberechnung, die die bauphysikalischen Vorgaben berücksichtigt. In Kombination mit der Gebäudehülle wird schon im Vorfeld auch die Anlagentechnik erfasst und energetisch bewertet. Niedrige Systemtemperaturen im Heizfall und hohe Systemtemperaturen im Kühlfall sind dabei aus energetischen und ökologischen Gründen anzustreben.

Es folgt die Leistungsermittlung von Kühl- und Heizdeckensystemen. Geprüfte und zertifizierte Systeme sind ein wesentlicher Bestandteil für eine zuverlässig und wirtschaftlich funktionierende Anlagentechnik im Gebäude.

Auf Basis der vorliegenden Heiz- und Kühllastberechnung sowie der Leistungskennwerte der in Frage kommenden Systeme kann dann die Systemauswahl erfolgen. Architektonische Vorgaben und technische Vorgaben spielen dabei eine wichtige Rolle. In der Ausschreibung sind alle Anforderungen und technischen Vorgaben aufzuführen.

Nach der Auftragsvergabe sind die finalen Verlegeplanungen abzustimmen und im Bauvorhaben umzusetzen. Im Anschluss erfolgen dann die fachgemäße Inbetriebnahme und Abnahme der Kühl- und Heizdeckensysteme.

Anhand detaillierter Beschreibungen und Musterberechnungen zeigt die Richtlinie15.2 den ordnungsgemäßen Ablauf einer fachgerechten Planung und Auslegung auf. Sie bietet damit sowohl dem Bauherrn als auch den beteiligten Gewerken eine übersichtliche Zusammenstellung, die praxisnah die Anforderungen von Kühl- und Heizdeckensystemen darlegt. (red) ■

Prof. (em.) Dr.-Ing. Achim Trogisch

Prof. (em.) Dr.-Ing. Achim Trogisch
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Seite 54 bis 56
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