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| 05.05.2010 |
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Inlandsgeschäft entwickelt sich besser als erwartet
Die deutschen Hersteller von Gebäudearmaturen erzielten im Jahr 2009 ein nominales Umsatzminus von insgesamt 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft gab um 9 % nach, die Auslandsnachfrage lag 24 % unter Vorjahresniveau. Insgesamt knüpft diese Entwicklung an den bereits seit dem ersten Halbjahr 2009 bestehenden Negativtrend an.
Der europaweite Rückgang der Neubautätigkeit im Wohn- und besonders im Nichtwohnbau setzte sich auch im 2. Halbjahr 2009 weiter fort. Die Konsumenten halten sich bei Investitionen in langlebige Gebrauchsgüter zurück. Hierdurch werden u. a. erforderliche Bad- und Heizungsrenovierungen aufgeschoben. Diese verminderten Investitionsaktivitäten machen sich nun im Ausbaugewerbe und über alle Vertriebsstufen hinweg auch in der Industrie bemerkbar. Besonders deutlich zeichnet sich dieser Trend für die deutschen Hersteller im Auslandsgeschäft ab, das vor allem im Bereich Sanitär- (-31 %) und Heizungsarmaturen (-23 %) stark zurückgegangen ist.
Lichtblick in der Krise ist das leichte Umsatzplus von Heizungs- und technischen Gebäudearmaturen im Inland: Die deutschen Hersteller konnten hier trotz Krise Umsatzzuwächse von 4 bzw. 2 % erzielen. Insgesamt gesehen sind die Produzenten von technischen Gebäudearmaturen mit einem Gesamtumsatzminus von 1 % in 2009 recht glimpflich durch ein krisengebeuteltes Jahr gekommen.
Die negative Entwicklung des Auslandsgeschäfts drückt auf die Umsatzentwicklung der deutschen Gebäudearmaturenhersteller. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts ging der Export von Gebäudearmaturen um 18 % auf 1,49 Mrd. EURO zurück. Die Importe von Gebäudearmaturen sanken 2009 um 19,3 % auf 800 Mio. EURO.
Für 2010 erwartet der Fachverband weiterhin einen Umsatzrückgang in der Gebäudearmaturenindustrie. Für den Wohnbau prognostiziert Euroconstruct erst in 2011 wieder ein leichtes Wachstum von 2 %. Der Wirtschaftsbau dürfte auch in 2010 weiter nachgeben. Mit einer Konsolidierung der europäischen Märkte rechnet Euroconstruct erst 2012, auch wenn Renovierung und Modernisierung die Märkte etwas stabilisieren.
Obwohl die Konjunkturprogramme bereits Impulse zeigen, geht der VDMA vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise von keiner nachhaltigen Wiederbelebung der Märkte in den nächsten Monaten aus. Besonders die steigenden Arbeitslosenzahlen sowie die unsicheren Geschäftsaussichten werden die Investitionstätigkeiten von Konsumenten und Unternehmen bremsen.
www.vdma.org
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