Forschung und Umsetzung auf höchstem Niveau prämiert

13. Februar 2012

Forschung und Umsetzung auf höchstem Niveau prämiert

Entwicklungsleiter Dr. Omar Sadi (links) und Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl begutachten bei Ziehl-Abegg in Künzelsau das prämierte Lüfterrad.
Bild: Ziehl-Abegg/Rainer Grill

Ziehl-Abegg ist Preisträger im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Mehr als 2.000 Bewerbungen wollten als vielversprechendste Zukunftsideen gekürt werden.


Das neu entwickelte widerstandsarme Lüfterrad von Ziehl-Abegg hat in der Kategorie „Wissenschaft“ die Expertenjury überzeugt. Bei diesem Ventilatorrad haben die Ingenieure einen neuen Verbundwerkstoff geschaffen, um Erkenntnisse aus der Natur (Bionik) praxistauglich umzusetzen.

„Ich freue mich, dass wir in der Kategorie Wissenschaft als einziges Industrieunternehmen in ganz Baden-Württemberg ausgezeichnet worden sind“, freut sich Vorstandschef Peter Fenkl. Die ebenfalls gekürten Wissenschaftspreisträger im Ländle sind zwei Fraunhofer-Institute, das Karlsruher Institut für Technologie sowie die Uni Freiburg und die Hochschulen in Offenburg und Heidelberg. „Das unterstreicht, wo die Leistung unserer eigenen Forschung und Entwicklung angesiedelt ist“, betont Fenkl.

„Die Form eines Wassertropfens ist ideal, um Ventilatoren zu konstruieren, die leiser laufen und deutlich weniger Energie benötigen. Sie konnte jedoch bislang nicht realisiert werden, da für die Herstellung der Lüfterräder wegen der hohen Belastungen nur Metall verwendet werden konnte“, erklärt Entwicklungschef Dr. Omar Sadi. Erst der neu entwickelte Verbundwerkstoff ZAmid hat die Idealform eines Lüfterrades verwirklichen lassen. Zudem ist auch der Stromverbrauch im Betrieb 15 % niedriger. „Damit setzten wir erneut einen Meilenstein in Sachen Energieeffizienz“, betont Sadi. Dass der neue Werkstoff zu 100 % recycelbar ist, unterstreicht den nachhaltigen Ansatz bei den Produkten von Ziehl-Abegg. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnet in dem Wettbewerb zukunftsweisende Ideen und Projekte aus, die die beeindruckende Ideenvielfalt und Innovationskraft Deutschlands sichtbar und erlebbar machen.

Über den Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“
Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank realisiert. Die Initiative unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und die Deutsche Bank prämieren jährlich 365 herausragende Projekte und Ideen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. Im Bereich Wissenschaft sind in Baden-Württemberg ausgezeichnet worden: Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Institut für Mess- und Regelungstechnik (MRT), Forschungsgruppe Palliativmedizin Uni Freiburg, SRH Hochschule Heidelberg und Hochschule Offenburg.

 

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